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Wer in der Gastronomie arbeitet, kennt die Rechnung: Ein Servicemitarbeiter legt pro Schicht zwischen acht und zwölf Kilometer zurück – und ein großer Teil davon entfällt auf reines Tragen. Teller von der Pass zum Tisch, Getränke von der Bar in den Wintergarten, Geschirr zurück in die Spülküche. Genau an dieser Stelle setzt der AutoXing Mars AX1612 an. Er ist ein autonomer Serviceroboter, der bis zu 40 kg über vier Etagen transportiert und dabei selbstständig durch belebte Räume navigiert.
Der Mars gehört zur mittleren Leistungsklasse der Servierroboter und ist damit für Betriebe interessant, die mehr brauchen als ein reines Tablett-Shuttle, aber keine Industrieplattform benötigen. Mit einer Grundfläche von 580 × 490 mm passt er durch Gänge ab 70 cm Breite, mit 1.290 mm Höhe bleibt er auf Augenhöhe mit den Gästen. Die Akkulaufzeit von rund zehn Stunden deckt eine komplette Schicht ab, inklusive Mittags- und Abendgeschäft.
Das Merkmal, das den AX1612 von vielen Mitbewerbern abhebt, sitzt an der Front: ein 15,6 Zoll großer Full-HD-Bildschirm. Während der Roboter fährt, zeigt er Tagesempfehlungen, Dessertkarten, Aktionspreise oder Sponsorenbotschaften. Aus einem Transportmittel wird dadurch eine Werbefläche, die sich durch den Raum bewegt und die jeder Gast zwangsläufig wahrnimmt. Für Hotels, Kliniken und Handelsflächen eröffnet das eine zweite Nutzungsebene, die sich betriebswirtschaftlich rechnen kann – etwa über verkaufte Werbeplätze oder gezielte Zusatzverkäufe.
Technisch arbeitet der Mars mit einem 360-Grad-LiDAR, zwei RGBD-Tiefenkameras, einer Fisheye-Kamera und Ultraschallsensoren. Diese Kombination erkennt nicht nur Wände und Möbel, sondern auch tief hängende Tischkanten, Kinder, Hundeleinen oder abgestellte Taschen. Der Roboter weicht aus, statt zu stoppen, und findet nach einem Ausweichmanöver zurück auf seine Route.
Eingesetzt wird der AX1612 heute in Restaurants, Hotels, Seniorenresidenzen, Kantinen, Kliniken und im Einzelhandel. Die Einrichtung dauert in der Regel wenige Stunden: Karte einlesen, Zielpunkte definieren, Personal einweisen. Danach läuft der Betrieb weitgehend ohne IT-Kenntnisse, gesteuert über das obere Touch-Display oder per App.
Auf dieser Seite finden Sie alle Details zu Navigation, Transportleistung, Werbefunktion und den typischen Einsatzszenarien des AutoXing Mars AX1612. Falls Sie unsicher sind, ob der Roboter zu Ihren Räumlichkeiten passt: Die Gangbreiten, Schwellen und Steigungen sind der entscheidende Punkt – und die klären wir gerne vorab mit Ihnen.
Navigation und Sicherheit im vollen Gastraum
Ein Serviceroboter wird nicht daran gemessen, wie gut er im leeren Testraum fährt, sondern wie er sich am Samstagabend um 20 Uhr verhält. Der AutoXing Mars AX1612 kombiniert dafür vier Sensortypen, die sich gegenseitig absichern.
Kern des Systems ist ein 360-Grad-LiDAR mit zehn Metern Reichweite und einer Abtastrate von 10 Hz. Es erstellt die Karte des Raums und bestimmt laufend die eigene Position darin – auch dann, wenn Stühle verrückt wurden oder eine Menschentraube den gewohnten Weg blockiert. Ergänzt wird der Scanner durch zwei RGBD-Tiefenkameras, die den Bereich vor dem Roboter dreidimensional erfassen. Damit erkennt der Mars Hindernisse, die ein reiner 2D-Scanner übersieht: herausragende Tischplatten, ein abgestellter Rucksack, ein Kinderfuß unter dem Stuhl.
Eine Fisheye-Kamera mit 166 Grad Sichtfeld deckt den Nahbereich bis 1,5 Meter ab, zwei Ultraschallsensoren erfassen zusätzlich Glasflächen und spiegelnde Oberflächen, an denen optische Systeme sonst gerne scheitern. Das Ergebnis ist ein Fahrverhalten, das Gäste als ruhig und berechenbar wahrnehmen. Der Roboter bremst früh, weicht bogenförmig aus und kehrt danach eigenständig auf die geplante Route zurück.
Die Fahrgeschwindigkeit lässt sich zwischen 0,3 und 1,2 m/s einstellen. In engen Bistros fährt der Mars langsam und defensiv, auf langen Hotelfluren nutzt er das obere Ende. Steigungen bis 8 Grad bewältigt er beladen, Schwellen und Teppichkanten bis 17 mm überrollt er ohne Anlauf. Für Türrahmen und Durchgänge gilt die Faustregel: mindestens 70 cm lichte Breite.
Wichtig für die Planung: Der AX1612 fährt keine Treppen. Für mehrgeschossige Objekte ist eine Aufzugsanbindung nötig, die sich über ein Funkmodul nachrüsten lässt. Für den öffentlichen Straßenverkehr ist der Roboter in Deutschland nicht zugelassen – auf Privatgelände wie Terrassen, Innenhöfen oder Betriebsarealen darf er dagegen eingesetzt werden.
Transportleistung, Akku und Aufbau
Vier Etagen, bis zu 40 kg Gesamtlast: Das ist die Kernleistung des AutoXing Mars AX1612. Jede Ebene trägt rund zehn Kilogramm, was in der Praxis etwa drei bis vier vollbeladenen Tellern pro Etage entspricht oder einem kompletten Getränkeservice für einen Sechsertisch. Die Böden sind abnehmbar, sodass sich der Innenraum je nach Aufgabe umbauen lässt – vier flache Ebenen für Teller, zwei hohe für Getränkekisten, Wäschesäcke oder Verbrauchsmaterial.
Der Roboter selbst wiegt 66 kg und misst 580 × 490 mm bei einer Höhe von 1.290 mm. Diese Bauform ist ein bewusster Kompromiss: schmal genug für Gasträume mit dichter Bestuhlung, hoch genug, damit der Werbebildschirm im Sichtfeld der Gäste liegt und das Personal Tabletts ohne Bücken entnehmen kann. Das Gehäuse besteht aus flammhemmendem ABS, die Schutzklasse liegt bei IP43 für den Gesamtkörper und IP66 für den Akkubereich. Verschütteter Kaffee oder ein feuchter Wischmopp sind damit unproblematisch.
Die Energieversorgung übernimmt ein 24-Volt-Akku mit 15 Ah. Aus einer vollen Ladung ergeben sich rund zehn Betriebsstunden, das Nachladen an der Dockingstation dauert etwa vier Stunden. In der Praxis heißt das: Der Mars fährt den kompletten Tag, lädt über Nacht und steht morgens einsatzbereit. Bei durchgehendem Betrieb an sieben Tagen empfiehlt sich eine kurze Zwischenladung in der Nachmittagsflaute – der Roboter fährt seine Ladestation selbstständig an, sobald ein definierter Ladestand unterschritten wird.
Der zulässige Temperaturbereich reicht von -10 bis 65 Grad Celsius, womit auch unbeheizte Lagerbereiche, Außenterrassen im Frühjahr oder Kühlvorzonen abgedeckt sind. Die kalkulierte Lebensdauer gibt AutoXing mit fünf Jahren bei acht Betriebsstunden täglich an, was einer Gesamtfahrleistung von rund 63.000 Kilometern entspricht. Verschleißteile wie Antriebsräder und Akku sind als Ersatzteile verfügbar und im laufenden Betrieb tauschbar.
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Der 15,6-Zoll-Werbebildschirm als zweite Einnahmequelle
Die meisten Servierroboter transportieren. Der AutoXing Mars AX1612 transportiert und verkauft. Verantwortlich dafür ist der Full-HD-Bildschirm an der Front, der mit 15,6 Zoll und 1.920 × 1.080 Pixeln groß genug ist, um aus mehreren Metern Entfernung gelesen zu werden. Ein zweites Display mit 10,1 Zoll sitzt oben und dient der Bedienung durch das Personal.
Der entscheidende Unterschied zu einem stationären Digital-Signage-Aufsteller: Diese Werbefläche kommt zum Gast. Sie steht nicht im Eingangsbereich, an dem alle vorbeilaufen, sondern rollt durch den Raum und bleibt am Tisch stehen, während das Essen entnommen wird. In diesen Sekunden ist die Aufmerksamkeit garantiert.
Typische Nutzungsformen:
• Zusatzverkauf am Tisch – Dessertkarte, Digestif-Empfehlung oder Kaffeespezialitäten werden genau in dem Moment eingeblendet, in dem der Hauptgang geliefert wird
• Tagesaktionen – Mittagskarte, Happy-Hour-Preise oder Wochenangebote lassen sich morgens einpflegen und laufen automatisch im richtigen Zeitfenster
• Fremdwerbung – Regionale Betriebe, Getränkehersteller oder Veranstalter buchen Werbeplätze; bei entsprechender Frequenz refinanziert sich der Roboter darüber teilweise selbst
• Eventmodus – Bei Hochzeiten, Firmenfeiern oder Geburtstagen zeigt der Bildschirm Begrüßungen, Menüfolgen oder Fotos der Gäste
• Hausinformationen – In Hotels und Kliniken laufen Öffnungszeiten, Wegeleitung, Frühstückszeiten oder Hinweise zu Veranstaltungen
• Empfangs- und Lotsenfunktion – Der Mars begrüßt eintretende Gäste, zeigt die Tischnummer an und führt sie an den Platz
Die Inhalte werden über die Verwaltungsoberfläche eingespielt – Bilder, Videos und Playlists lassen sich zeitgesteuert hinterlegen. Wer bereits Digital-Signage-Material für Bildschirme im Haus produziert, kann dieselben Dateien weiterverwenden. Ergänzend gibt der Roboter Sprachansagen aus, die sich individuell aufnehmen oder als Text hinterlegen lassen, etwa "Ihr Essen ist da, guten Appetit" oder ein Hinweis auf das Dessertangebot.
Einsatzbereiche und Betrieb im Alltag
Der AutoXing Mars AX1612 ist kein Spezialgerät für eine einzige Branche. Überall dort, wo Gegenstände regelmäßig zwischen festen Punkten bewegt werden und gleichzeitig Publikumsverkehr herrscht, spielt er seine Stärken aus.
Die häufigsten Einsatzfelder:
• Restaurants und Gasthäuser – Speisen und Getränke zum Tisch, gebrauchtes Geschirr zurück zur Spülküche; besonders wirksam bei langen Wegen zwischen Küche und Gastraum oder bei mehreren Ebenen im Lokal
• Hotels – Roomservice, Wäsche, Minibar-Nachschub und Frühstücksgeschirr; mit Aufzugsanbindung erreicht der Mars alle Etagen selbstständig
• Seniorenresidenzen und Kliniken – Mahlzeitenverteilung, Transport von Verbrauchsmaterial und Wäsche, Entlastung des Pflegepersonals bei Routinewegen
• Kantinen und Betriebsgastronomie – Geschirrrückführung im Stoßbetrieb, Nachschub an Ausgabestationen
• Einzelhandel und Showrooms – Warentransport aus dem Lager auf die Fläche, kombiniert mit Produktwerbung auf dem Frontdisplay
• Bars, Clubs und Eventlocations – Getränketransport in dichten Menschenmengen, dazu Musik- und Lichteffekte über Display und Lautsprecher
Der Betrieb selbst ist bewusst einfach gehalten. Das Personal wählt am oberen Touchscreen ein Ziel aus, stellt die Tabletts ein und startet die Fahrt. Am Zielpunkt hält der Roboter, meldet sich per Sprachansage und wartet, bis die Ware entnommen wurde. Danach fährt er zur Ausgabestelle zurück oder nimmt den nächsten Auftrag an. Über die App lassen sich Fahrten auch aus der Ferne auslösen, etwa direkt aus der Küche heraus.
Mehrere Geräte arbeiten im Verbund: Sie tauschen Positionsdaten aus, weichen sich gegenseitig aus und teilen Aufträge untereinander auf. In größeren Häusern laufen so drei bis fünf Mars-Einheiten parallel, ohne sich in Engstellen zu blockieren.
Die Inbetriebnahme dauert typischerweise einen halben Tag. Nach dem Kartieren der Räume werden Tische, Ausgabestellen, Ladepunkte und Wartepositionen als Ziele hinterlegt. Änderungen an der Bestuhlung erfordern kein neues Einlernen – der Roboter erkennt sie im Fahrbetrieb.