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Leasing-Laufzeit
Kleinteile, Werkzeug und Prüfmuster legen in einer Fertigung jeden Tag beträchtliche Strecken zurück — und zurückgelegt werden sie meist von jemandem, der dafür seine eigentliche Arbeit unterbricht. Der AutoXing AX6113 übernimmt genau diese Wege. Er ist ein autonomer Transportroboter mit 150 kg Traglast und offener Regalbauweise, der Material zwischen Lager, Fertigungslinie und Versand bewegt, ohne geschoben oder ferngesteuert zu werden.
Die Bauform bleibt bewusst einfach. Auf einer Grundfläche von 740 × 500 mm stehen vier Ladeebenen übereinander, jede mit 190 mm Höhe und einer nutzbaren Fläche von 580 × 500 mm. Die Ebenen sind abnehmbar, sodass sich auch sperrigere Teile unterbringen lassen. Leer wiegt das Gerät 90 kg, die Gesamthöhe liegt bei 1.240 mm. Eine Hubmechanik besitzt der AX6113 nicht: Er nimmt Ladung auf seinen Ebenen auf und gibt sie dort wieder ab. Wer stattdessen Wagen oder Regale unterfahren und anheben möchte, ist bei den Lift-Modellen derselben Baureihe richtig.
Gefahren wird mit 0,3 bis 1,2 m/s, je nach Umgebung frei einstellbar. In engen Bereichen lohnt sich ein niedriger Wert, auf langen Hallenwegen das obere Ende. Positioniert wird auf ±5 mm und ±1° genau, was für die Übergabe an feste Stationen ausreicht. Die Grenzen des Fahrwerks sollten Sie vor der Anschaffung abgleichen: Steigungen bis 8°, Schwellen bis 20 mm, 35 mm Bodenfreiheit und Gänge ab 70 cm lichter Breite. Treppen und Stufen sind nicht befahrbar. Eine Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr in Deutschland besteht nicht, der Roboter bleibt also auf dem Betriebsgelände und in Gebäuden.
Der Akku mit 30 Ah bei 24 V trägt rund zehn bis zwölf Stunden, geladen wird in etwa fünf Stunden. Das Andocken an der Ladestation läuft automatisch, sodass sich auch ein Betrieb über 7×24 Stunden organisieren lässt, wenn die Ladefenster im Ablauf eingeplant sind. Bedient wird der AX6113 über ein 10,1-Zoll-Touchdisplay mit 1280 × 720 Bildpunkten.
Geplant wird eine solche Anschaffung sinnvollerweise von der Wegstrecke her, nicht vom Datenblatt. Zwei kurze Transporte pro Schicht rechtfertigen keinen Roboter; ein Dutzend Fahrten täglich über hundert Meter und mehr sehen anders aus. Kartierung, Einrichtung und Support laufen bei robo-guru über deutschsprachige Ansprechpartner, die Hallenpläne und Gangbreiten vorab durchgehen.
Navigation ohne Bodenmarkierungen, Sicherheit über mehrere Sensorebenen
Der AX6113 orientiert sich per SLAM. Bei der Inbetriebnahme fährt er die Umgebung einmal ab und erstellt daraus eine Karte, auf der anschließend Ziele, Routen und Sperrflächen hinterlegt werden. QR-Codes am Boden, Magnetbänder oder Reflektoren an den Wänden braucht das Verfahren nicht. Das spart die Montage und erspart den Ärger, wenn Markierungen im Staplerverkehr verschleißen.
Vier Fahrmodi stehen zur Auswahl. Im freien Modus sucht der Roboter den Weg zum Ziel selbst und weicht Hindernissen aus. Im Spurmodus hält er sich an fest definierte Bahnen — sinnvoll dort, wo Wege eindeutig bleiben müssen, etwa bei Gegenverkehr in schmalen Regalgassen. Der Hybridmodus kombiniert beides: feste Spur auf den Hauptachsen, freie Navigation auf offenen Flächen. Follow-Me lässt den Roboter einer Person hinterherfahren, was beim Kommissionieren über mehrere Stationen hilft.
Für die Umfelderfassung arbeiten mehrere Sensoren zusammen. Ein 360°-LiDAR erfasst von 0,02 bis 40 m und liefert die Grundlage für Lokalisierung und Hindernisvermeidung. Eine Tiefenkamera mit 72° horizontalem und 50,5° vertikalem Sichtfeld deckt den Nahbereich von 0,4 bis 2 m ab und erkennt dort auch flache oder überhängende Objekte, die eine reine Scanebene übersieht. Dazu kommen eine RGB-Kamera mit 215° Sichtfeld bei 1280 × 720 sowie eine IMU mit sechs Freiheitsgraden, die Lage und Beschleunigung misst.
Erkennt das System ein Hindernis, verlangsamt der Roboter, plant um oder hält an. Menschen, abgestellte Gitterboxen und offene Hallentore behandelt er nach demselben Muster. Verlässlich ist das im Rahmen der Sensorreichweiten. Sehr niedrige Kanten, unbedruckte Glasflächen und stark spiegelnde Böden bleiben schwierige Fälle, weshalb kritische Passagen bei der Einrichtung besser mit etwas Abstand geplant oder als Sperrfläche ausgenommen werden.
Veränderungen im Layout verkraftet das Verfahren gut. Eine umgestellte Palette oder ein neu platzierter Arbeitstisch zwingt nicht zu einer neuen Kartierung, der Roboter erkennt beides im Fahrbetrieb. Wird dagegen ein ganzer Hallenabschnitt umgebaut, gehört die Karte aktualisiert.
Aufbau, Ladeebenen und Energieversorgung
150 kg Nutzlast auf vier Ebenen: Das ist die Kernleistung des AX6113. Jede Ebene bietet 580 × 500 mm Stellfläche bei 190 mm Höhe, was für Kleinladungsträger, Werkzeugkoffer, Kabelsätze oder Prüfteile passt. Weil sich die Ebenen abnehmen lassen, entsteht bei Bedarf ein hoher Innenraum für ein einzelnes sperriges Bauteil. Der Umbau dauert Minuten und braucht kein Sonderwerkzeug. Wie sich die 150 kg auf die Ebenen verteilen, bleibt Ihnen überlassen, solange die Gesamtlast eingehalten wird und die Ladung mittig steht.
Das Fahrzeug misst 740 × 500 × 1.240 mm und wiegt leer 90 kg. Diese Grundfläche ist der entscheidende Planungswert: Sie bestimmt, ob der Roboter durch Ihre Gänge, Türen und Schleusen passt. 70 cm lichte Breite gelten als Untergrenze, bei Gegenverkehr oder häufigem Rangieren sollte mehr eingeplant werden. Die Bodenfreiheit von 35 mm und die zulässige Schwellenhöhe von 20 mm entscheiden darüber, ob Türschienen, Kabelbrücken und Hallenübergänge ohne Umbau befahrbar sind.
Die Energieversorgung übernimmt ein 24-V-Akku mit 30 Ah. Daraus ergeben sich rund zehn bis zwölf Betriebsstunden, abhängig von Last, Geschwindigkeit und Fahrprofil. Nachgeladen wird in etwa fünf Stunden. Der Roboter fährt die Ladestation selbstständig an und dockt ohne Zutun des Personals an, sobald ein definierter Ladestand unterschritten ist. Ein durchgehender Betrieb an sieben Tagen ist damit möglich, solange die Ladezeiten im Schichtplan berücksichtigt werden.
Beim Gehäuse gilt Schutzart IP43, der Akkubereich ist mit IP66 spürbar besser geschützt. Staub aus der spanenden Fertigung oder ein feuchter Wischgang sind unkritisch, ein Abspritzen mit dem Schlauch dagegen nicht. Der zulässige Temperaturbereich reicht von −10 bis +65 °C und deckt damit unbeheizte Lagerhallen ebenso ab wie warme Produktionsbereiche. Zertifiziert ist das Gerät nach CE, FCC, KC, NCC und EMC, die Fertigung nach ISO 9001, der Akku nach UN 38.3 für den Transport.
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